Beide stammen von derselben Pflanze, Camellia sinensis, und beide sind japanische Teepulver, die aufgeschlagen statt aufgegossen werden. Danach gehen Matcha und Hojicha jedoch entgegengesetzte Wege. Ihre Unterschiede bestimmen, welcher Tee zu welchem Moment deines Tages passt.
Wie beide hergestellt werden
Matcha wächst vor der Frühjahrsernte drei bis vier Wochen im Schatten. Die Beschattung erhöht den Gehalt an Chlorophyll und L-Theanin, die Matcha in Zeremonienqualität seine intensive grüne Farbe und sein tiefes Umami verleihen. Anschließend werden die Blätter gedämpft, getrocknet und steingemahlen.
Hojicha entsteht, indem Grünteeblätter und Stängel, häufig aus späteren Ernten, bei hoher Temperatur geröstet werden. Die Röstung ersetzt die grasige Frische durch warme, karamellige Noten und färbt das Blatt vor dem Mahlen rotbraun.
Direkter Vergleich
| Matcha | Hojicha | |
|---|---|---|
| Farbe | Leuchtendes Grün | Warmes Bernsteinbraun |
| Geschmack | Umami, frisch, sanft süß | Röstig, nussig, karamellig |
| Koffein pro Portion | Etwa 60–70 mg | Wenig, nur ein kleiner Teil der Matcha-Menge |
| Bester Moment | Morgens und mittags | Nachmittags und abends |
| Charakter | Fokus und Schwung | Wärme und Ruhe |
Koffein: der entscheidende Unterschied
Eine zeremonielle Portion Matcha enthält ungefähr zwei Drittel des Koffeins eines Espressos und liefert zugleich L-Theanin. Hojicha enthält deutlich weniger Koffein, da er aus später geernteten Blättern und Stängeln hergestellt und anschließend geröstet wird. In Japan ist er ein klassischer Tee nach dem Abendessen. Wenn Koffein nach 15 Uhr deinen Schlaf beeinträchtigt, ist Hojicha am Nachmittag oft die bessere Wahl.
Geschmack: frisch oder geröstet
Matcha schmeckt intensiv grün – im besten Sinne: tiefes Umami, sanfte Süße und ein langer Abgang. Hojicha schmeckt nach Herbst: geröstetes Getreide, Haselnuss und warme Kakaonoten. In Latte-Getränken wird der Unterschied besonders deutlich: Matcha bringt Frische in die Milch, während Hojicha wie ein Dessert mit ihr verschmilzt.
Warum überhaupt wählen?
Viele unserer Stammgäste in Barcelona trinken beides: Matcha am Morgen für klare, gleichmäßige Energie und Hojicha am Abend als Ritual zum Abschalten. Die Zubereitung ist gleich, daher kannst du denselben Bambusbesen für beide verwenden.
Hier kannst du anfangen
- Neu bei Matcha: das Matcha Starter-Set oder unser Leitfaden zu Matcha in Zeremonienqualität.
- Neu bei Hojicha: das Hojicha Starter-Set oder die ganze Geschichte in Was ist Hojicha?
- Bereit für ein Getränk: Unser Hojicha-Latte-Rezept dauert nur fünf Minuten.